• Unglaubliche Farben im Francois Peron-Natinoalpark

Letzter Tag in Perth. Oder: Where it all began!

Donnerstagabend kam ich also in Perth an – dort, wo alles angefangen hatte und irgendwie kam es mir, so bescheuert es klingt, ein bisschen wie „nach Hause kommen“ vor. Ich kannte mich aus, ich wusste, was ich abends machen wollte und die Stadt ist einfach sehr einladend und nett und schön. Schon bei Ankunft fühlte ich mich wohl und das gleiche Gefühl stellte sich beim Aussteigen aus dem Flughafenbus wieder ein.

Ich hatte mir ein Hostel genommen, aus zwei Gründen. Ich kam erst abends an und Check-out ist eh überall um 10:00 Uhr und ich hoffte, noch einige Biertrinkgenossen aufzutun an meinem letzten Abend. Leider waren die Mädels in meinem Zimmer etwas lahm unterwegs: Eines war gerade auf dem Sprung als ich ankam und die anderen beiden verschwanden um 20:30 Uhr im Bett. ??? – hatte sich in den letzten Jahren im Verhalten von Backpackern etwas geändert?!?! Egal, dann eben allein. Also taperte ich los Richtung Northbridge, dem Ausgehviertel, aß etwas auf einem typischen asiatischen Nachtmarkt und schlenderte wie ferngesteuert zur Brauerei, in der ich am letzten Abend mit Stefan, Wendy und Frank war. Ein Deja Vu nach dem nächsten. Allerdings hielt sich der Bierkonsum im Vergleich zum Abend vier Wochen zuvor in Grenzen und ich machte mich allmählich wieder auf den Weg ins Hostel. Die Mädels schliefen und ich war froh, kein teures Hotel genommen zu haben – Totenstille im Zimmer. Sehr merkwürdig.

Den letzten Morgen verbrachte ich damit, das Grab von Heath Ledger auf einem unfassbar großen Friedhof zu suchen. Den Bereich auf dem Katarratta Cementery habe ich gefunden, das Grab seiner Großeltern, auf dem seine Asche verstreut sein soll, leider nicht. Und die Damen am „Empfang“ (gibt es da wirklich!) waren wenig hilfreich. Dazu kam mir gerade eine Beerdigungsgesellschaft entgegen, sodass ich die Suche abgebrochen habe – das war dann doch etwas morbide.

Und zum Ende eines wundervollen Urlaubs gönnte ich mir erst eine riesige Portion Pancakes und dann eine Pediküre. Zwei Monate fast ausschließlich in Flip Flops fordern ihren Tribut und das vietnamesische Mädel, das sich mit meinen Füßen abmühte, tat mir fast leid :-) So kann der Urlaub enden mit einem Dreifachen „P“: Perth, Pancakes, Pediküre!

Doch bevor ich schließe, hier noch der Hinweis, dass noch eine Quintessenz mit einem „Best of“ in einem separaten Artikel folgen wird!

Letzter Tag in Adelaide. Oder: Abschied von Vivi und von Jucy :-(

An meinem letzten Tag in Adelaide hieß es Abschied nehmen und zwar in mehrfacher Hinsicht! Natürlich musste ich mich von Vivien und ihrer Familie (Adrian, Luca und Milla) verabschieden, die mich super herzlich aufgenommen haben und Vivi hat alles Menschenmögliche getan, damit ich eine schöne Zeit mit ihnen hatte. Danke, liebe Vivi, dafür! Es war toll!

Wir sind noch einmal nach Adelaide an den Strand gefahren – es ist wirklich unglaublich, wie viele tolle Dinge so vor Vivis Haustür zu finden sind. Und dort hieß es dann auch Abschied nehmen von meinem Jucy Camper, der mir drei Wochen lang ein zuhause war. Denn in der Nähe des Strands war die Abgabestation und ausnahmsweise durfte ich den Wagen in Adelaide abgeben, obwohl Jucy dort gar kein Depot hat. Danke schön auch dafür und an Michaela von Boomerang, die dies möglich gemacht hat! Der Jucy war perfekt für die Tour an der Ostküste: wendig, praktisch und für eine Person vollkommen ausreichend und komfortabel.

Danach fuhr Vivi mich zum Flughafen und es ging zurück nach Perth – dort, wo alles begann. Doch dazu mehr im nächsten Artikel!

Weinprobe Nummer 3 – Babs im 7. Weinhimmel im Barossa Valley

Am Dienstagabend war ich spät zurück von meinem Trip nach Kangaroo Island und damit standen auch schon die letzten Tage meines Urlaubs bevor. Am Donnerstag sollte es bereits zurück nach Perth und von dort am Freitag über Abu Dhabi und Düsseldorf in mein geliebtes Hamburg gehen. Aber Vivi hatte vorher noch ordentlich Programm geplant und es war, wie auch schon die Tage zuvor, richtig, richtig cool! Und: Vivi und ich wären nicht Vivi und ich, wenn wir nicht ins Barossa Valley gefahren wären, wo es doch quasi vor der Haustür liegt (Vivi hat einige sehr nette Sachen direkt vor der Haustür: Strand, Hügel, Weingebiete…). Das Barossa Valley liegt ca. 70 km nordöstlich von Adelaide und ist das bekannteste Weingebiet Australiens und insbesondere bekannt für seinen Shiraz! Juchhuuuu, Weinprobe Nummer 3 des Urlaubs (nach Margaret River und dem Swan Valley).

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Kangaroo Island Teil 1. Oder: Besuchen Sie den Freiluftzoo in South Australia!

Kangaroo Island sollte mein letztes großes Highlight meiner Australien-Tour werden – und das wurde es auch! Am zweiten Tag war das Wetter zwar alles andere als gut, aber am Ende war das halb so wild. Nur etwas schade… Früh ging es am ersten Tag des Zweitages-Ausflugs los und Vivi brachte mich um unchristliche 05:45 Uhr zum Busbahnhof nach Adelaide und ich entdeckte schon ein paar meiner Mitstreiter (und ein paar Leute, die Gott sei Dank mit einer anderen Gruppe unterwegs waren…).

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Kangaroo Island Teil 2. Oder: Der einzige Regentag in zwei Monaten – na und?!

Tag 2 der Kangaroo Island Tour startete für derartige Touren recht spät, der Wecker ging um 07:30 Uhr, los ging es eine Stunde später. Zunächst stand der „Koala Walk an“. Da ich aber auf dem Weg dorthin auf einer Wiese eine Horde Kängurus gesichtet hatte, bin ich erst einmal dorthin habe Guten Tag gesagt. Immerhin befand ich mich auf Känguru Island. Die dortigen Kängurus haben ein schokobraunes Fell, da es dort kühler ist als im Outback oder z.B. im Westen. Dort sind die Kängurus rötlich oder gräulich und das Fell dünner. Zu nah habe ich mich aber nicht rangetraut – Kate hatte uns etwas von schlagenden Känguruschwänzen und tretenden Hinterbeinen erzählt, hörte sich schmerzhaft an. Und danach haben wir dann tatsächlich noch Koalas gesehen, sogar eine Muddi mit ihrem Lütten.

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Auf Wandertour in den Adelaide Hills. Oder: Aktivtag in Vivis Garten!

Gut, dass wir am Samstagabend nicht – wie von den Paderborner Mädels gefordert – “wie in alten Zeiten” feiern waren. Wahrscheinlich wäre aus unserer Wandertour ein Horrotrip geworden. Und so war es ein total entspannter schöner Wander”tag” – und dazu noch direkt um die Ecke bei Vivien und Adrian. So einen Garten würde ich auch nehmen (und nicht zu vergessen HAT Vivi einen eigenen Garten, in dem unter anderem haufenweise Pfirsiche wachsen).

Los ging es also direkt von zuhause und die Adelaide Hills lagen uns schnell zu Füßen. Auf ging es über den Morialta Walk – eigentlich zu den Morialta Wasserfällen, aber das Wasser war wohl im Sommer woanders unterwegs. Irgendwie erinnerte mich das an die Folge von Dr. Snuggles, in der sich der Fluss versteckt. Anderes Thema…

Nach einem kleinen Umweg (= kurzzeitig verlaufen) kamen wir an unserem Tagesziel an und hat man sich nach einer harten Wandertour nicht ein kühles Alster verdient? Und dazu noch eine super leckere Brotzeit-Platte und ein Aprikosen-Crumble zum Nachtisch. Mein Leben ist echt fast unerträglich zur Zeit…

Adelaide Fringe Festival! Oder: Tim Burton´s “Charlie und die Schokoladenfabrik”

Auch wenn Adelaide im australischen Volksmunde “Sleepy Adelaide” genannt wird; im März tobt in Adelaide der Mob, es ist der Festival Monat der schnuckeligen Stadt in South Australia. Und der hat es in sich.

Nachdem Vivi und ich am Freitagabend erst einmal die letzten zwölf Jahre unser beider Leben im Schnelldurchlauf aufgearbeitet hatten, wollten wir am Samstag auf die Piste. Unsere Paderborner Mädels feuerten uns per WhatsApp dazu an, wie in alten Zeiten rocken zu gehen. Najaaaaa, das haben wir nicht so ganz geschafft. Aber wer schafft das heute auch noch ;-)

Das Adelaide Fringe Festival findet jedes Jahr statt und ist offen für Künstler aus der ganzen Welt. Jeder darf performen und sein Können zur Schau stellen. Insgesamt finden in den vier Wochen über 900 Shows statt – in Jahrmarktwagen, Lagerhallen, Outdoor-Bühnen und was weiß ich noch. Eigentlich ist das ganze eine Art Kirmes, aber das abgefahrene ist, dass mich alles an einen Tim Burton Film erinnert hat. Es hätte mich nicht gewundert, wenn Johnny Depp als Charlie als der Schokoladenfabrik vor uns gestanden und einen “Hop Dog” oder “Croc Dog” verkauft hätte. Als Erklärung: Ein “Hop Dog” ist ein Hot Dog mit Känguru-Würstchen, was ist wohl ein “Croc Dog”?

Auf jeden Fall haben Vivi und ich erst mal Leute geguckt, ein Bier getrunken, gegessen und geschnattert. Danach sind wir weitergezogen, Vivi hat mir die Stadt gezeigt, mich in die Geheimnisse von “Cibo”-Eis (sprich: Tschibo-Eis) eingeführt und wir haben noch einen leckeren Cocktail getrunken.

Danach ging es weiter zum “Croquet Club” – und da war Tim Burton definitiv der Designer! Huiiiiii, fiese modische Verfehlungen der Adelaide-Jugend :-) Nach einem weiteren Drink war  uns dann aber nicht mehr nach feiern und wir sind allen Ernstes um 23:30 Uhr nach Hause gefahren. Ups, fast schon unangenehm, aber wir waren ja schon seit 18:00 Uhr unterwegs und sind mittlerweile alt – abgesehen davon wusste ich, dass Vivi mich am nächsten Tag durch die Adelaide Hills jagen wollte und mit Kater lässt sich schlecht wandern. Alles in allem war es ein toller Abend mit einer wirklich abgefahrenen Kulisse! Leider spiegeln die Fotos das nicht so gut wider.

Everybody goes surfin´- man muss alles mal versucht haben :-)

Vivi war der Meinung, ich müsse auf ein Surfboard. Nun ist es ja nicht so, dass ich das noch nie versucht hätte. In Neuseeland war ich gar nicht so unerfolgreich damit, in Conil im “Surfurlaub” war es eine Katastrophe. Entsprechend hatte ich mich darauf eingestellt, zur Erheiterung der gesamten Dossmann/Barei-Familie beizutragen. Los ging es also am Samstagmorgen, nachdem ich Freitag am späten Nachmittag in Adelaide angekommen war. Ach, es war schön, Vivien nach zwölf Jahren wiederzusehen. Immerhin hatten wir uns das letzte Mal zu Studienzeiten in Paderborn gesehen.

Die Familie also ins Auto gepackt (inklusive der Kinder Luca und Milla, die sich glaube ich schon derbe auf meine Surfstunde freuten :-)) und los ging es zum Strand nach Middleton. Neoprenanzug an (selten hatte ich so häufig einen Neo an wie in den letzten acht Wochen), Board unter den Arm geklemmt und wir stürzten uns in die Fluten.

Ich weiß, es klingt wie eine Entschuldigung, aber ich wurde quasi attackiert von Seegras. Es wickelte sich um mein Leggie, um meine Beine, Arme – menschenfressendes Seegras. Am Ende schaffte ich es genau zwei Mal, mich auf das Board zu stellen und als wahrscheinlich langsamste Surferin der Welt auf Miniwellen an den Strand zu gleiten. Aber: Geschafft ist geschafft und ich habe gelernt, dass es doch einfacher ist, wenn die Wellen größer sind als in einem Wellenbad… (aka Conil).

Doch seht selbst!

Great Ocean Road Teil 2. Oder: Warum es keine Chinesen in China gibt.

Wer sich gefragt hat, warum China seit kurzem nicht mehr bevölkert ist, der findet hier die Erklärung dafür: Alle Chinesen sind in Australien auf der Great Ocean Road. ALLE! Deswegen ist China komplett leer, die sind gemeinsam nach Australien gefahren und belagern dort die Aussichtspunkte der 12 Apostel, der London Bridge etc. Gleiches gilt übrigens für die Japaner.

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Sea Kayaking in Apollo Bay. Oder: Paddelei zu den Seelöwen!

Australier sind unkompliziert und spontan! Hier wieder mein neuestes Beispiel. Gegen halb zwei nachmittags kam ich am Mittwoch in Apollo Bay, einer kleinen Hafenstadt an der Great Ocean Road an. Am Vortag hatte ich mir vorgenommen, mal wieder etwas aktiver zu werden und nicht nur den ganzen Tag im Auto zu sitzen (was bei den riesigen Distanzen hier gar nicht so einfach ist). Also schlenderte ich um 13:48 Uhr in einen Surfladen  (http://apollobaysurfkayak.com.au/) und wollte mich nach verschiedenen Ausflugstouren erkundigen. Um 14:10 Uh hatte ich einen Neoprenanzug an und eine Paddel in der Hand!
Kurz vorab: Am Morgen war ich schon im Otway Nationalpark gewesen und hatte den Tree Top Walk gemacht. Leider war mir das beim Schreiben des ersten Teils der Great Ocean Road entfallen. Heißt so viel wie: Kann man machen, kann man aber auch lassen. Es ist total nett, keine Frage und schon auch eine Erfahrung, quasi in den Baumwipfeln rumzulaufen, aber man fährt eben auch ein Stückchen dort hin. Was ich im Vorhinein nicht wusste: Man kann dort Zip Lining machen. Man wird an ein Stahlseil in den Bäumen gehängt und rast dann im Affenzahn durch die Luft durch den Wald. Leider waren die nächsten Touren an dem Tag bereits ausgebucht – denn das hätte meinen Besuch sicherlich ganz anders aussehen lassen.
Wie dem auch sei: Ich taperte in den Surfladen und erkundigte mich nach Seekajak- und Mountainbike-Touren. Und ganz kurz spielte ich mit dem Gedanken, das Stück von Apollo Bay zu den 12 Aposteln mit dem Rennrad zu bewältigen – 86 km! Hui, sicherlich eine Erfahrung, aber als ich am nächsten Tag das Stück mit dem Auto fuhr, war ich heilfroh, dass ich mich dagegen entschieden hatte. Die Definition von „recht flach“ der Dame hinterm Tresen hatte eher was mit meiner Definition von „Bergetappe“ gemein. Und dann meinte sie: „Mark, when does the sea kayaking tour start?“ – Antwort: „Now!“. Die Dame sieht mich an, überlegt kurz und meint: „Fahr runter nach Marengo zum Strand (Anmerkung: Ich bin nicht von hier!), da fragst du nach Ella, die ist da mit den Kajas, da kannst du mitmachen. Komm danach einfach vorbei und bezahl dann.“ Okayyyy, Beine in die Hand genommen, einmal kurz verfahren, in Marengo am Strand angekommen und ich stand wirklich um kurz nach zwei im Neo vor meinem Kajak und doch recht ordentlichen Wellen. Daran mussten wir vorbei, denn wir wollten eine Seelöwenkolonie besuchen. Ich hatte Glück und saß mit Ella im 2er Kajak – zwei deutsche Mädels sind direkt erst mal gekentert.
Aber dann kamen wir bei den Seelöwen an, die erst etwas misstrauisch schauten, dann näher angeschwommen kamen und um uns herum schwammen – und bestialisch stanken. Naja, wenn du viel Fisch isst… dann stinkst du eben auch nach Fisch…
Auf dem Rückweg haben wir noch „catching waves“ gespielt. Du wartest wie beim Surfen mit dem Kajak auf eine Welle, paddelst dann wie wild und lässt dich mit dem Kajak von der Welle an den Strand tragen. Direkt bei der ersten sah ich mich um und damit leider die große Welle hinter uns und hörte Ella nur noch brüllen: „This one is going to break right on us, we should better get….“ Das „off“ hörte ich in dem Moment als das Kajak über unsere Köpfe hinweg flog, mich unter sich begrub, ich einen ordentlichen Schluck Meerwasser trank und dann an den Strand getragen wurde – nur ohne Kajak. Total zerzottelt rappelte ich mich wieder auf und wir mussten beide ziemlich lachen, das war etwas schief gegangen. Also wieder raus! Und die nächsten beiden Male hat es super geklappt und wir waren im Kajak wellenreiten – absolut zu empfehlen!
Insgesamt war es wieder ein etwas aktiver Tag – Tree Top Walk und Seekajakfahren und entsprechend glücklich und müde war ich am Abend, den ich auf dem Campingplatz in Apollo Bay mit Blick aufs Meer und einen riesigen Hundehaufen auf meiner Campsite verbrachte.

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