Eigentlich… mein Lieblingswort :-) Eigentlich wollte ich ja noch ein wenig wandern gehen in den Blue Mountains. Und eigentlich wäre das auch gar kein Problem gewesen. Aber… ich war ja am Vortag Canyoning und damit hatte sich das Thema „ernsthaftes wandern“ erledigt. Mein Muskelkater sorgte dafür, dass jeder Schritt bergab eine Qual war. Also entschied ich mich für das Touri-Programm und stürzte mich gemeinsam mit Horden bzw. Scharen von Japanern und Chinesen in die „Scenic World“.

Die “Scenic World” besteht aus drei verschiedenen Bahnen, mit den man in die Tiefe bzw. Höhe fahren kann und man im Schnelldurchlauf ein kleines Gefühl für die Blue Mountains bekommt. Für Japaner, die nicht viel Zeit haben, sicherlich eine gute Variante – für mich doch etwas zu touristisch. Zunächst ging es mit der “Scenic Skyway” – eine moderne Kabine, vom Fußboden bis zur Decke aus Glas – auf die andere Seite des Tals. Zwischendrin hatte man eine wirklich gute Sicht auf die Katoomba-Falls. Da es mir insgesamt etwas zu voll war, habe ich mich dann doch zu Fuß auf den Weg zu den „Three Sisters“ gemacht und bin den „Giant Stairway“ nicht hoch- sondern runter gelaufen. Autsch! Aber auch diese Schmerzen haben sich gelohnt – die Aussichten sind der Wahnsinn!

Danach ging es mit der „Scenic Railway“ wieder ein Stück weiter nach oben. Dies ist eine Berg- und Talbahn und man fährt mit den Wagons scheinbar in den Abgrund – oder eben hinaus aus dem Abgrund, meine Variante. An der steilsten Stelle fährt sie mit 52 Grad Gefälle hoch und runter.

Zum Schluss ging es mit der „Scenic Cableway“ noch einmal in die Tiefe – alles in allem ein netter Morgen! Wer wenig Zeit hat, schlecht zu Fuß unterwegs ist und trotzdem einige spektakuläre Aussichten genießen will, für den ist die „Scenic World“ eine gute Möglichkeit! Ansonsten kann ich nur empfehlen, aus Katoomba rauszufahren und etwas außerhalb richtig ordentlich wandern zu gehen!