Vivi war der Meinung, ich müsse auf ein Surfboard. Nun ist es ja nicht so, dass ich das noch nie versucht hätte. In Neuseeland war ich gar nicht so unerfolgreich damit, in Conil im “Surfurlaub” war es eine Katastrophe. Entsprechend hatte ich mich darauf eingestellt, zur Erheiterung der gesamten Dossmann/Barei-Familie beizutragen. Los ging es also am Samstagmorgen, nachdem ich Freitag am späten Nachmittag in Adelaide angekommen war. Ach, es war schön, Vivien nach zwölf Jahren wiederzusehen. Immerhin hatten wir uns das letzte Mal zu Studienzeiten in Paderborn gesehen.

Die Familie also ins Auto gepackt (inklusive der Kinder Luca und Milla, die sich glaube ich schon derbe auf meine Surfstunde freuten :-)) und los ging es zum Strand nach Middleton. Neoprenanzug an (selten hatte ich so häufig einen Neo an wie in den letzten acht Wochen), Board unter den Arm geklemmt und wir stürzten uns in die Fluten.

Ich weiß, es klingt wie eine Entschuldigung, aber ich wurde quasi attackiert von Seegras. Es wickelte sich um mein Leggie, um meine Beine, Arme – menschenfressendes Seegras. Am Ende schaffte ich es genau zwei Mal, mich auf das Board zu stellen und als wahrscheinlich langsamste Surferin der Welt auf Miniwellen an den Strand zu gleiten. Aber: Geschafft ist geschafft und ich habe gelernt, dass es doch einfacher ist, wenn die Wellen größer sind als in einem Wellenbad… (aka Conil).

Doch seht selbst!