Donnerstagabend kam ich also in Perth an – dort, wo alles angefangen hatte und irgendwie kam es mir, so bescheuert es klingt, ein bisschen wie „nach Hause kommen“ vor. Ich kannte mich aus, ich wusste, was ich abends machen wollte und die Stadt ist einfach sehr einladend und nett und schön. Schon bei Ankunft fühlte ich mich wohl und das gleiche Gefühl stellte sich beim Aussteigen aus dem Flughafenbus wieder ein.

Ich hatte mir ein Hostel genommen, aus zwei Gründen. Ich kam erst abends an und Check-out ist eh überall um 10:00 Uhr und ich hoffte, noch einige Biertrinkgenossen aufzutun an meinem letzten Abend. Leider waren die Mädels in meinem Zimmer etwas lahm unterwegs: Eines war gerade auf dem Sprung als ich ankam und die anderen beiden verschwanden um 20:30 Uhr im Bett. ??? – hatte sich in den letzten Jahren im Verhalten von Backpackern etwas geändert?!?! Egal, dann eben allein. Also taperte ich los Richtung Northbridge, dem Ausgehviertel, aß etwas auf einem typischen asiatischen Nachtmarkt und schlenderte wie ferngesteuert zur Brauerei, in der ich am letzten Abend mit Stefan, Wendy und Frank war. Ein Deja Vu nach dem nächsten. Allerdings hielt sich der Bierkonsum im Vergleich zum Abend vier Wochen zuvor in Grenzen und ich machte mich allmählich wieder auf den Weg ins Hostel. Die Mädels schliefen und ich war froh, kein teures Hotel genommen zu haben – Totenstille im Zimmer. Sehr merkwürdig.

Den letzten Morgen verbrachte ich damit, das Grab von Heath Ledger auf einem unfassbar großen Friedhof zu suchen. Den Bereich auf dem Katarratta Cementery habe ich gefunden, das Grab seiner Großeltern, auf dem seine Asche verstreut sein soll, leider nicht. Und die Damen am „Empfang“ (gibt es da wirklich!) waren wenig hilfreich. Dazu kam mir gerade eine Beerdigungsgesellschaft entgegen, sodass ich die Suche abgebrochen habe – das war dann doch etwas morbide.

Und zum Ende eines wundervollen Urlaubs gönnte ich mir erst eine riesige Portion Pancakes und dann eine Pediküre. Zwei Monate fast ausschließlich in Flip Flops fordern ihren Tribut und das vietnamesische Mädel, das sich mit meinen Füßen abmühte, tat mir fast leid :-) So kann der Urlaub enden mit einem Dreifachen „P“: Perth, Pancakes, Pediküre!

Doch bevor ich schließe, hier noch der Hinweis, dass noch eine Quintessenz mit einem „Best of“ in einem separaten Artikel folgen wird!