Nachdem ich Montagabend also schon einen sehr interessanten und auch speziellen Abend mit Capes verbracht habe, sind Stefan und ich (sowie in paar weitere Leute) Dienstag mit ihm zu einer Kajaktour  im Francois Peron-Nationalpark aufgebrochen(http://www.wulaguda.com.au/tour/full-day-kayak-snorkel-tour). Und wieder versprach es ein interessanter und spezieller Tag zu werden…

Es gab wieder viel zu lernen, was das Leben der Ureinwohner dieses Kontinentes angeht und wir haben nicht nur die Erde, sondern auch das Wasser persönlich begrüßt – natürlich in Capes eigener Sprache, der, der Aborigines. Man mag es im ersten Moment befremdlich finden, wenn er mit den Elementen in einer uns vollkommen fremden Sprache spricht, aber irgendwie ist es auch faszinierend, jemandem dabei zuzusehen, wie er sich seiner Kultur und ein Stück weit auch seiner Religion hingibt. Die Aborigines hier leben zum Teil nach eigenen Gesetzen und Regeln – und die sind in der Regel weitaus anspruchsvoller, komplexer und härter als die des australischen Staates.

Wie dem auch sei… Los ging es mit dem Allradfahrzeug in den Nationalpark – über rote Sandpisten und wir haben uns das genau angesehen, wollten wir am nächsten Tag mit unserem Allradcamper doch selbst noch den gesamten Park abfahren. Nach ca. 1,5 Stunden erreichten wir unser Ziel: Big Lagoon im Francois Peron-Nationalpark. WOW! Die Farben waren wieder der Kracher, das Rot des Sandes bzw. der Erde (kommt vom hohen Eisengehalt) sind der absolute Kontrast zum blauen bzw. türkisfarbenen Indischen Ozean. Leider fangen die Fotos dies nicht so ein, wie es eigentlich ist.

Nach einer Sicherheitseinweisung und einem „Warm up“ (jegliche Fitnesstrainer im Meridian hätten die Krise bekommen bei den Übungen…) ging es in die Zweierkajaks und es war zu Beginn verdammt windig und echt anstrengend. Trotzdem hat das bei Stefan und mir echt gut geklappt – ambitionierte, ehrgeizige Deutsche eben. Zumindest sind wir nicht gekentert… andere dagegen schon. Es wurde aber auch etwas entspannter, je weiter wir in die Bucht kamen. Zwischendrin war immer wieder Zeit zum Baden, zum Spazierengehen (was bei 45 Grad und affenheißem Sand ein absoluter Spaß ist…) und Entspannen. Leider sahen wir beim Schnorcheln nicht so arg viel, aber das Ningaloo Reef weiter im Norden wartet ja bereits auf uns. Insgesamt war es ein echt toller Tag mit vielen bunten Eindrücken, einem anstrengenden Oberarm-Training (dank an meine Hot Iron Trainer!) und viel, viel, viel Sonne….

Exkurs: Wir erreichen momentan Temperaturen bis zu 48 Grad in der Spitze. Heute Morgen waren es um kurz vor 10 Uhr 41 Grad, jetzt gerade (knapp 23 Uhr) sind es noch 30 Grad. Tagsüber kann man es nur am oder im Wasser oder eben im klimatisierten Auto aushalten. Und es soll gen Norden noch ein wenig wärmer werden, wobei das schon fast keine Rolle mehr spielt.

Zurück zum Kajakausflug: Die Fotos sagen glaube ich den Rest!