• Unglaubliche Farben im Francois Peron-Natinoalpark

Von Perth nach Margaret River – some hot stuff!

Nachdem wir am Sonntag erst einmal die Wunden unseres Ausflugs in die „Little Creatures Brewery“ lecken mussten, haben wir mittags unser Zuhause für die nächsten drei Wochen abgeholt. Auch da: Die Australier sind so tiefenentspannt – wobei es sich bei dem netten jungen Herrn, der uns das Auto erklärte, um einen Holländer namens Maurice handelte, der gerade per Work & Travel in Australien unterwegs ist. Alles war total unkompliziert, beim Schlangenbiss am besten erst einmal die Bissstelle mit einem Gürtel abklemmen, falls uns Wasser ausgeht, die Notrufkapsel aktivieren und dies bitte nicht tun, wenn das Bier ausgeht (O-Ton)… Ok, alles klar, wir können losfahren.

Dazu muss man sagen: Unser Camper ist echt ein rollendes Hotel. Zwar ist eine strukturierte Unordnung im Inneren dauerhaft anzutreffen, aber wir haben reichlich Platz, eine hervorragende Klimaanlage (Stefan wäre wahrscheinlich froh, wenn sie nicht ganz so stark kühlen würde, mir kann es zumindest nachts gar nicht kalt genug sein) und auch sonst ist das Gefährt einfach top! Einmal haben wir bereits die Allradfunktion getestet und es läuft. Runter vom Parkplatz von Apollo Campers hieß es: Linksverkehr! Nachdem wir ein paar Mal die Scheibenwischer statt des Blinkers betätigt haben, ging es recht schnell ziemlich gut. Wobei noch oft genug der Gedanke aufkommt: Eyyyyy, der fährt auf der falschen Seite und kommt direkt auf uns zu!!! So viele Geisterfahrer wie hier habe ich selten gesehen…

Als erstes haben wir unsere Vorräte gesichert – allem voran ein riesiger Vorrat an Wasser (und nein, Sintje, hier heißt es nicht: Water sucks!) und Dosenfutter – falls doch einmal etwas schief gehen sollte, wollen wir wenigstens nicht am Hungertod sterben oder an Verdursten zugrunde gehen. Am Sonntag sind wir dann in den Süden bis Busselton gefahren und hatten, Anfängerfehler, keinen Campingplatz reserviert – die machen nämlich gegen 18:00 Uhr zu und wir waren um 21:00 Uhr vor Ort. Am Ende sind wir auf einen gefahren, der keine Schranke und keine Zugangsbeschränkungen hatte und haben uns vom netten Seniorenpärchen nebenan die Codes für die Sanitäranlagen geben lassen. Die Dame hat uns angeschaut wie Verbrecher: „But you will not just drive away in the morning without paying!“ – EHHHH, ne, war nicht der Plan, haben wir natürlich auch nicht gemacht.

Busselton ist eine kleine Fischerstadt, ganz beschaulich und die Attraktion ist ein alter Holzsteg, der 1,8 km ins Meer ragt – der längste Holzsteg der südlichen Hemisphäre. Da schau her!

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Weiter ging es zum Cape Naturaliste, nördlicher Ausgangspunkt des „Cape-to-Cape-Walks“ mit einem netten Leuchtturm und kleinen Wanderwegen. Wandern klingt gut, dachten wir – nur sollte man das wohl eher nicht zwei Stunden lang in der prallen Mittagssonne machen… wir haben noch VIEL zu lernen. Trotzdem haben uns die Aussicht und der Strand am Ende mehr als belohnt, ein besonderer Dank gilt meiner NIVEA Après Sun Lotion ;-) Autsch…

Auf dem Weg nach Margaret River haben wir noch einige kleine Zwischenstopps eingelegt, unter anderem an den „Canal Rocks“ und am „Ellensbrook Homestead“ – doch unser absolutes Highlight war die Fahrt zum Tagesziel nach Margaret River: KÄNGURUS! Und zwar nicht nur eines oder zwei oder drei… Eine ganze Herde haben wir recht nah gesehen und konnten uns gar nicht satt sehen an den ehrlicher Weise etwas dümmlich drein schauenden Tieren J Gern hätten wir auch ein gleichnamiges Steak zum Abendessen verspeist, allerdings gab der Supermarkt dies nicht her und so griffen wir bei unserem ersten „Barbie“ auf Rind zurück. Aber das Känguru steht noch auf der Liste!

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Da wir Sonntag als auch Montag wirklich einige Zeit im Auto verbracht hatten, war es Dienstag an der Zeit, unseren Hintern zu bewegen: Also ab ins Kajak bzw. auf das Stand-Up-Paddle-Board, mit denen wir den Fluss bei Margaret River erkundet haben. Und auch hier: Ein unfassbar schöner, fast menschenleerer Strand für uns. Meist tummeln sich noch ein paar Surfer im Wasser, aber Malle-Feeling kommt hier sicherlich nicht auf!

Weiter ging es dann – wir wollten ja was sehen – zur Mammoth Cave. Entlang des Cape-to-Cape-Tracks gibt es über 100 Höhlen, von denen einige wenige besichtigt werden können. Bei der Hitze und der Sonne war die Stunde tief unter der Erde eine beeindruckende und kühlende Abwechslung.

Und auch gestern wieder: Das Highlight des Tages war sicherlich die Heimfahrt. Erst ging es durch den riesigen Bonarup Forest und am Ende zur Hamelin Bay – dort tummeln sich laut Reiseführer und der netten Dame an der Rezeption des Campingplatzes nämlich Stachelrochen. Wollten wir sehen! Also hin! Um recht schnell wieder quietschend aus dem Wasser zu springen – dass sie nicht aussehen würden wie Nemo, war mir schon klar. Dass sie aber mindestens so groß sein würden wie ein runder Gullideckel, nicht! Und Angst vor uns hatten sie auch eher nicht – im Gegenteil, vollkommen schmerzfrei kommen sie bis an den Strand geschwommen – ob eine Berührung mit dem Stachel schmerzfrei geblieben wäre, haben wir lieber nicht ausprobiert.

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Und morgen: Der Bericht von heute: Sip´n Cycle Tour durch das Weingebiet von Margaret River oder wie es unser Weinsommelier nannte: „Real easy drinking!“

2 Comments

  1. Water sucks und der Steg sieht aus wie der von langeness nach …wie hieß das Inselchen noch?

    • Barbara Freund

      7. Februar 2015 at 13:42

      Stimmt, genau das habe ich auch gedacht! Oland! Ganz so lang war er nicht und Angst vor Flut mussten wir auch nicht haben…

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