Abu Dhabi – viel wusste ich über das Emirat nicht und muss gestehen, ganz viel mehr ist es beim 16-Stunden-Crash-Aufenthalt leider auch nicht geworden. Im Schnelldurchlauf galt es, zumindest die mir drei wichtigen Sehenswürdigkeiten mitzunehmen. Abu Dhabi City Center mit Corniche, das Emirates Palace (war mein letzter Kunde doch unter anderem Spezialist für die VAE) und die Scheich-Zayid-Moschee. Und das wurde auch geschafft!

Fazit eines langen Tages, der nun um ca. 01:30 Uhr im Flieger endet:

1) Die Scheich-Zayid-Moschee ist eines der beeindruckendsten Bauwerke, die ich bisher gesehen habe! Ganz klare Aussagen darüber, die wievieltgrößte Moschee der Welt sie denn nun ist, findet man nicht so richtig. Wie dem auch sei, sie ist GROSS! Bis zu 40.000 Gläubige finden zMein Lieblingsbild des Tages!eitgleich zum Gebet dort Platz. Erst 2007 wurde sie in der Woche des Ramadan eröffnet und ist nach dem ersten Präsidenten der VAE benannt, dessen Mausoleum sich auf dem Gelände der Moschee befindet. Innen gibt es sehr geschmackvolles Bling-Bling – und der Teppich, auf dem man ohne Schuhe läuft, ist eine Wohltat nach acht Stunden Plattfüße laufen in der Innenstadt. Empfehlenswert: Von Samstag bis Donnerstag ist die letzte Tour um 17 Uhr – am besten eine halbe Stunde vorher da sein und das Licht der Abenddämmerung für Bilder nutzen und danach die einstündige  Führung mitmachen – ich hatte Glück mit dem Guide: Der konnte nicht nur hervorragend Englisch, sondern war dazu noch witzig – nicht unbedingt eine Selbstverständlichkeit bei einer Führung durch ein Gotteshaus. Hingefahren bin ich mit dem Bus der Linie 34 bzw. 54, die 32 funktioniert aber auch direkt aus der Stadt. Kosten: 2 Dirham pro Busfahrt (keine 50 ct.) – der Eintritt in die Moschee ist kostenlos, angemessene Kleidung (siehe Dresscode auf einem der Bilder) wird erwartet und schwarze Umhänge für Frauen können am Eingang geliehen werden.

 

2) Abu Dhabi ist modern… und es gibt viiiieeeel Beton und Protz! Selten habe ich so viele SUVs auf sechsspurigen Straßen gesehen wie hier. Und: Abu Dhabi ist schwarz und weiß. Naja, nicht in dem Extrem, aber es gibt viele weiße Autos (silber ist Keine Sonnencreme=Kopftuch. Wird hier aber auch gern gesehen.eine Ausprägung von weiß), einige schwarze. Männer tragen – so denn traditionell veranlagt – die weiße Dishdasha, Frauen die schwarze Abaya (was bei den Temperaturen reichlich bemitleidenswert ist). Häuser sind in der Regel hellfarbig – auch das macht bei dem Klima Sinn. Insgesamt ist also alles eher wenig bunt. Eher gemäßigt. Eher zurückhaltend. So, und jetzt komme ich, hier mein Outfit des Tages: Ein gemäßigtes Gelb-Rot! Ja, fein, blaue Hose dazu, da ist der Pumuckl ja fast perfekt! Das Gute ist: Abu Dhabi ist tolerant! Zumindest auf den ersten Blick, insbesondere als ausländische Frau habe ich mir wirklich gar keine Sorgen gemacht.

 

3) Auch ohne Kopftuchpflicht kann es Sinn machen, ein Kopftuch zu tragen! Da hat man Freunde bei Beiersdorf, die einem Sonnencreme mit LSF 50 besorgen (vielen Dank noch mal dafür!!!) und da sagt man dem kleinen Bruder oberlehrerhaft zwei Mal, dass er doch auf jeden Fall ausreichend Sonnencreme mit hohem LSF mitnehmen soll. Und was macht man selbst? Na? Naaaa? Man fliegt in die Wüste ohne Sonnencreme im Handgepäck. Ende vom Lied: Ganztageskopftuch für Kopf- und Halsbedeckung und eine Armfarbe, die es mit der des Kopftuches durchaus aufnehmen kann. Noch…. denn damit sind wir bei der Überschrift des Artikels: Vor den Schlangen Australiens habe ich seit heute keine Angst mehr. Werden sie mich doch in spätestens vier Tagen im Rahmen der Häutung als eine der ihren aufnehmen….

Weitere Impressionen des Tages in der Galerie (ich muss noch rausfinden, wie ich ohne das Installieren von Plug-ins unabhängige Alben erstellen kann – falls das jemand weiß…)!